Private Zähler sind zukünftig nicht mehr zulässig

Zum 1.9.2016 trat das Messstellenbetriebsgesetzt (MsbG) in Kraft.

Dieses Gesetz dient der Umsetzung der "Digitalisierung der Energiewende". Ab 1.1.2017 sollen bei Letztverbrauchern und Anlagenbetreibern sukzessive "intelligente Messsysteme" (Smart Meter) eingebaut werden. Die Umrüstpflicht geht mit zahlreichen Neuregelungen über Anforderungen und Zuständigkeiten des Messstellenbetriebs, veränderten Messkosten usw. einher.

Da mit dem Tag des Inkrafttretens des MsbG (also zum 1.9.2016) der Netzbetreiber für den Messstellenbetrieb grundzuständig sein wird, ergeben sich Problemstellungen für Betreiber von EE-Anlagen, die private Zähleinrichtungen nutzen.

Grundsätzlich gilt, dass sich Betreiber privater Zähleinrichtungen nach Inkrafttreten des MsbG nicht beim Netzbetreiber melden müssen, sofern der ordnungsgemäße Betrieb der Zähleinrichtung weiter gewährt ist. Der Netzbetreiber soll den Anlagenbetreiber über die Änderungen informieren. Ebenso soll der Abschluss eines Vertrages zur Festlegung der Zuständigkeit nicht zwingend notwendig sein. Es sei allerdings empfehlenswert, Mitteilungen und Vereinbarungen zu nutzen, um den Übergang zum neuen MSbG konfliktfrei zu lösen.
Die Clearingstelle EEG hat in Zusammenarbeit mit verschiedenen Verbänden eine konsensuale Handlungsempfehlung erstellt. Diese betrifft insbesondere den Umgang mit dem Übergang der Grundzuständigkeit für den Messstellenbetrieb bei EEG-Anlagen von den Anlagenbetreiberinnen und -betreibern auf den grundzuständigen Messstellenbetreiber nach MsbG (i.d.R. Netzbetreiber) unmittelbar mit Inkrafttreten des MsbG.

Handlungsempfehlung der Clearingsstelle EEG zum Messstellenbetriebsgesetz zum Download: Handlungsempfehlung als PDF