Aktion Wunschbaum

Aktion Wunschbaum in Ditzingen

Wie hat es angefangen und wer unterstützt die Aktion?
Die Aktion Wunschbaum wurde 2012 von Roland Harsch in Ditzingen initialisiert, der die Wunschbäume anderer Städte für sein Projekt zum Vorbild nahm. Die Stadt Ditzingen sowie die Ditzinger Kirchen erklärten sich von Anfang an bereit, die Aktion Wunschbaum zu unterstützen. Ein besonders wichtiger Partner in diesem Projekt ist das Sozialamt, das dafür sorgt, dass der Datenschutz gewährleistet ist und potentielle Empfänger informiert werden. Der Tannenbaum, der bisher im Foyer der Volksbank Strohgäu, der Kreissparkasse, in den Räumen der Stadtwerke Ditzingen und der Stadtbibliothek aufgestellt werden durfte, ist in jedem Jahr eine Spende von Herrn Förster Frank gewesen.

So manches Ditzinger Einzelhandelsgeschäft ist gern bei der Beschaffung der Geschenke behilflich.

Was ist der Wunschbaum, wie funktioniert er?
Wie überall leben auch in Ditzingen viele Familien mit sehr geringem Einkommen. Vor allem an Weihnachten leiden die Kinder besonders darunter, da für Geschenke häufig das Geld fehlt. Diesen Kindern zu Weihnachten ein Lachen zu schenken, dazu ist der Wunschbaum da – und das funktioniert so:
Kinder aus Familien, die Anspruch auf die verschiedenen sozialen Leistungen haben (z.B. Empfänger von „Hartz IV“ oder Wohngeld) dürfen einen Wunsch in der Größenordnung von  25 Euro äußern. Sie schreiben dazu einen Wunschzettel, auf dem neben dem Wunsch auch das Alter und Geschlecht steht. Diese Wünsche werden, die Namen sind verschlüsselt, an einem Weihnachtsbaum öffentlich ausgehängt und alle Bürgerinnen und Bürger Ditzingens und der Stadtteile sind aufgefordert, sich die Wunschzettel zu holen und die Wünsche zu erfüllen. Die Päckchen werden bei der Stadtverwaltung abgegeben und die Kinder können sie dann zu einer bestimmten Zeit abholen.
Die Wünsche reichen vom Spielzeug für alle Altersstufen zu Winterkleidung oder einfach „etwas Schönes“.

Die Aktion in den Jahren
2012, das erste Jahr mit Wunschbaum, konnten aufgrund einer großzügigen Spende des „Treffpunkt Leben“ alle 60 Wünsche auf einmal erfüllt werden. Ausgefallenster Wunsch war ein VFB-Trikot, das vom Verein zusammen mit einem ganzen Karton voll Marketingartikeln kostenlos zur Verfügung gestellt wurde.
2013 dann die Aktion Wunschbaum in Reinform. Die ersten 46 Wünsche wurden noch am selben Tag von Bürgerinnen und Bürgern vom Baum gepflückt. Letztlich waren es 70 Wünsche, die alle erfüllt werden konnten. Der ausgefallenste Wunsch war ein Trikot von Ronaldo.
2014 waren 90 Wünsche am Wunschbaum befestigt und es dauerte etwas länger bis der Baum leer war. Mit einer großzügigen Spende der Stadtwerke konnte am Ende jedes Kind beschenkt werden.
2015 waren schon nach 4 Tagen alle 80 Wünsche vom Baum genommen. Die Päckchen lagen pünktlich zur Bescherung auf dem Gabentisch im Foyer des Bürgersaals.
2016 hingen 146 Wünsche am Wunschbaum, die Flüchtlingswelle machte sich auch hier bemerkbar. Nicht alle Wunschzettel wurden vom Baum genommen, doch die übrig gebliebenen konnten wir mit den reichlich eingegangenen Spenden selbst erfüllen. Auch die Kreissparkasse steuerte ein erkleckliches Sümmchen bei.

Wie geht es weiter?
In diesem Jahr rechnen wir mit noch mehr Wünschen, der Kreis der Berechtigten hat sich durch die steigende Zahl von Unterbringungen in Ditzingen erweitert. Mit der Unterstützung vieler Mitbürgerinnen und Mitbürger und den restlichen Spenden aus dem Vorjahrwerden wir das auch hinbekommen.
Der Baum wird diesmal wieder in der Bibliothek stehen – voraussichtlich auch in den kommenden Jahren.
Zur besseren Information der Bevölkerung werden wir in diesem Jahr an den o.g. Stellen sowie in verschiedenen Ditzinger Geschäften Flyer mit dem Titel „Weihnachtsengel gesucht“ auslegen, mit dem weitere potenzielle Spender angesprochen werden sollen.

Weitere Informationen erhalten Sie:
-    Ab 28.11.2017 beim Wunschbaum in der Stadtbibliothek
-    Regelmäßig im „Ditzinger Anzeiger“
-    Auf www.ditzingen.de (–Leben und Wohnen - Kinder und Jugendliche)
-    Bei Frau Bährle, Stadt Ditzingen, Tel: 07156 164-144, baehrle@ditzingen.de